Einen wunderschönen Mittwoch-Abend zusammen! Ja, mich und den Blog gibt es noch, auch wenn der letzte Beitrag nun auch schon wieder 3 Wochen her ist – aber mei, so ist‘s halt, wenn man vor einer englischen Woche krank wird. Aber nun ist es wieder so weit, am Samstagmittag treffen wir uns alle wieder im Ronhof und es steht ein Spiel an, das kein Zuckerschlecken wird: Heidenheim ist zu Gast. Und das, so viel vorweg, wird eine wirklich schwere Aufgabe.

Das nächste Spiel: Spielvereinigung Fürth – 1. FC Heidenheim


Zuletzt gegen den 1. FC Heidenheim SpVgg-Fuerth.com

Denn der 1. FC Heidenheim ist mal so richtig klasse in die Saison 2016/17 gestartet: Nur gegen die Würzburger Kickers hat es eine Niederlage gesetzt, alle anderen Spiele konnten entweder gewonnen werden, oder gingen zumindest Unentschieden aus für die Schwaben von der Ostalb. Und das ist kein Produkt des Zufalls, oder eine glückliche Fügung für den FCH, sondern verantwortlich dafür ist eine wahrlich hochklassige Defensivarbeit unter dem Trainer Frank Schmidt: In den bisher 8 Spielen musste der FCH lediglich 5 (!) Gegentore (+1 im Pokal) hinnehmen, und nur die alten Bekannten der Würzburger Kickers haben es geschafft, in einem Spiel zwei Tore zu schießen. Keine Frage also: Der FC Heidenheim definiert sich im bisherigen Verlauf der Saison vor allem über seine starke Abwehr – und das zeigt sich auch in den Ergebnissen: 1:0 gegen Aue, 1:1 gegen Nürnberg und B’Schweig, 2:1 gegen Stuttgart – nur das 3:0 gegen Kaiserslautern tanzt so richtig aus der Reihe. Dieser Fokus auf die Abwehr beim FC Heidenheim ist zwar in der zweiten Liga kein komplett neuer Ansatz (jahrelang kannte man zB Sandhausen oder Aue genau dafür), aber im Gegensatz zu diesen Teams verfügt Heidenheim nicht nur über eine sehr gute Abwehr, sondern durchaus auch über mehrere gute Angreifer wie zB. Tim Kleindienst, auch Denis Thomalla und natürlich der bekannte Marc Schnatterer. All diese Spieler sind in jedem Spiel definitiv in der Lage, mehr als ein Tor zu schießen.

Bei dieser Beschreibung könnte man fast meinen, das Spiel gegen den FC Heidenheim wäre bei unserer bekannten Defensivschwäche und dem Formabfall der Offensive zuletzt fast schon von Vornherein verloren, doch hier kommen die Hoffnungsschimmer fürs Kleeblatt: Mit Timo Beermann und Mathias Wittek fallen zwei Innenverteidiger noch für kurze Zeit aus, und besonders bitter: Auch der dritte Innenverteidiger, unser Ex-Spieler Kevin Kraus, hat einen Kreuzbandriss erlitten (Auch von mir natürlich alles Gute an Kevin, der zweite Kreuzbandriss mit 24 Jahren ist natürlich unglaublich bitter). Für uns heißt das aber natürlich trotz allem: Wenn eine Mannschaft, die vor allem über die Stärke ihrer Verteidigung definiert ist, und dann die komplette Innenverteidigung ausfällt, bietet sich eine große Angriffsfläche für die unseren. Und hier muss Stefan Ruthenbeck meiner Meinung nach auch ansetzen: Wie spätestens seit Stuttgart bekannt ist, haben wir große Probleme in der Anfangsphase, zu defensiver Sicherheit zu kommen (diese erschaffen wir im Spiel meist über gelungene Aktionen) – also sollten wir gegen Heidenheim diesen Fakt – und die (vermutliche) Heidenheimer Schwäche – ausnutzen, und gegen Heidenheim von Anfang an Druck aufbauen. Ja, richtig: Im Gegensatz zu vielen anderen fordere ich nicht, sich hinten zu verbarrikadieren und darauf zu hoffen, kein Gegentor zu bekommen, sondern von Anfang an auf die Offensive zu gehen. Und ja, das forderte ich schon mehrfach, so richtig umgesetzt wurde es aber noch nie von unserem Team – und siehe da, immer wieder gerieten wir unter massiven Druck defensiv (und zerbrachen schließlich gegen Stuttgart zB darunter). Und mal ehrlich: Was kann schiefgehen? Ich meine, dieses Team ist klar ersichtlich in dieser Form nicht dafür ausgerichtet, defensiv den Riegel zu schließen, das sollte spätestens nach dem Spiel gegen Erzgebirge Aue allen klar ersichtlich sein – und nun, ohne Gjasula wird dieser Faktor noch mehr verstärkt. Dass eine Doppelsechs aus Hofmann und Rapp für kaum Sicherheit sorgen, wurde auch schon zur Genüge bewiesen – wieso also nicht offensiv denken? Benedikt Kirsch statt Rapp würde zwar das Kreativitätsproblem nicht lösen, aber von Kirsch verspreche ich mir diesbezüglich in jedem Fall mehr Ideen als von Rapp, zudem ist ja mit Robert Zulj zumindest dieser Teil der Kreativitätszentrale wieder mit dabei. Und wie schon im Titel beschrieben: Ein Team, das sich gerade im Angriff befindet, kann nicht in defensiven Druck geraten. Von daher wäre das auf die Schnelle meiner Meinung nach die beste Methode fürs Kleeblatt!


Sieg gegen Heidenheim? Das kennen wir! Bildquelle: bundesliga.com

Aber – und damit wende ich mich vollends der Personalrotation zu – nicht nur auf dieser Position ist meiner Meinung nach ein Wechsel dringend notwendig. Andere Kandidaten zum rausrotieren wären: Niko Gießelmann: Zeigt immer mehr wieder die Schwächen aus der letzten Saison. Lässt sich defensiv viel zu einfach abkochen und zeigt wenig wirklichen Kampf, nach vorne geht von ihm nahezu keine Gefahr aus – insgesamt immer wieder ein Totalausfall. Ich finde, Hier sollte Khaled Narey auf links nachrücken, und die freie Stelle auf rechts könnte Heidinger gut ausfüllen, wenn er seine letztjährige Form bestätigt. Veton Berisha: Trotz des unfassbaren Talents, das dieser Junge in sich trägt, ist er derzeit in einem großen Formtief – und auch ihm selbst tut eine Pause denke ich auch gut. Doch wer könnte ihn Ersetzen? Zlatko Tripic könnte man eine Chance von Anfang an geben, auch Steininger könnte eine neue Chance bekommen. Sollte Ruthenbeck einen der beiden für in Startelfform befinden, wäre es das Wagnis meiner Meinung nach Wert. Sebastian Freis: Über ihn habe ich in vorherigen Blogs genug gesagt, was auch weiterhin aktuell ist. Gilt natürlich nur, sollte Berisha doch spielen, beide aus dem Spiel nehmen halte ich für gewagt. Andreas Hofmann/Marco Caligiuri: Niemand will auf den Kapitän verzichten. Aber ihn weiterhin in der IV spielen lassen? Ich persönlich finde, Lukas Gugganig könnte – so denn Routinier Heidinger in die AV rückt – als hochaufgewachsener Verteidiger auf die IV-Position rutschen, und Caligiuri als defensiver Mittelfeldspieler wäre seine als „Hauptposition“ versprochene Platzierung auf dem Feld. Ansonsten kann man immer über einen Wechsel zwischen Serdar Dursun und Ante Vukusic nachdenken – Khaled Narey, Marcel Franke, Robert Zulj und Balazs Megyeri auf ihren Positionen stehen meiner Meinung nach nicht zur Diskussion.

Und was wird das Spiel gegen Heidenheim nun? Ich hoffe eine Rückkehr der kreativen Fürther Elf, mit vielleicht auch etwas Glück auf unserer Seite, wenn die neue Heidenheimer Innenverteidigung unter Umständen nicht direkt in ihre Topform findet. Sollten wir es schaffen, tatsächlich offensiven Druck aufzubauen, dann denke ich ist für unser Kleeblatt auch am Samstag wieder alles möglich. Ganz optimistisch blicke ich daher auf einen 2:0-Erfolg für unser Kleeblatt. Lasst es uns hoffen, dass diese doch optimistische (aber nicht unrealistische!) Vorhersage auch ins Schwarze trifft – denn realistisch betrachtet wäre auch eine 1:3-Niederlage (und ja, ich gebe es zu: Damit rechne ich persönlich auch!) gegen diese effektiven Heidenheimer möglich. Aber dafür ist in einem Optimistenblog kein Platz vorgesehen 😉

Von daher: auf ein schönes Spiel am Samstag, euer

Danny

Gegnerstatistiken:

Bilanz: 1 Sieg, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen

Letztes Pflichtspiel: Spielvereinigung Fürth 0:2 1. FC Heidenheim (30.04.2016, 2. Bundesliga)

Aktuelle Form: Kleeblatt: UNSUN; Heidenheim: SSUSU

Meine Wunschaufstellung: Megyeri – Narey, Gugganig, Franke, Heidinger – Caligiuri, Kirsch – Berisha, Zulj, Tripic – Vukusic (einfach mal was Wagen)

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