Guten Nachmittag, Kleeblattfans! Es ist ja nun wirklich schon fast zwei Wochen her, dass unser Kleeblatt gegen alle Wahrscheinlichkeiten und Erwartungen den Spitzenreiter aus Stuttgart mit 1:0 besiegt hat und uns alle in Stolz und Glückseligkeit versetzt hat – mehr als genug Zeit zur Freude, jetzt heißt es allen Fokus auf das Spiel am Sonntag in Schwaben, beim 1. FC Heidenheim! Bei den Schwaben sollten wir endlich mal die Leistung von den Heimspielen auch Auswärts zeigen – denn immerhin ist das nur der Start in eine Woche, die es wirklich in sich hat: eine englische Woche steht vor uns, mit dem Besuch von Braunschweig am Mittwoch.

Das nächste Spiel: 1. FC Heidenheim – Spielvereinigung


Zuletzt in Heidenheim. SpVgg-Fuerth.com

Und diese englische Woche startet gleich furios, und zwar mit dem Gastspiel bei unserem derzeitigen Angstgegner in der zweiten Liga: Nur ein einziges Spiel von den 6 ausgetragenen konnte das Kleeblatt für sich entscheiden, die restlichen Spiele gingen entweder verloren – oder endeten 0:0, wobei das auch lediglich ein Spiel war. 0:2, 0:2 und 0:3 gingen Spiele gegen den 1. FCH bisher verloren, und in allen drei Partien spielte das Kleeblatt mehr als desolat. So zum Beispiel auch das Hinspiel im Ronhof, das ich einst noch als best-of-Collage unserer schlimmsten Fehler beschrieben hatte, und das wohl einer der Knackpunkte für Stefan Ruthenbeck gewesen ist. Doch ein halbes Jahr später könnten die Vorzeichen nicht umgekehrter sein: mit drei Siegen und zwei Remis sind wir derzeit auf Platz 3 der Formtabelle – der FC Heidenheim mit drei Remis und zwei Niederlagen dagegen nur auf Platz 14.

Wobei man natürlich auch hier nicht verkennen darf, dass die Verletztenmisere des FCH einen großen Anteil hat an dieser Formschwäche – immerhin besteht die größte Waffe der Schwaben, die Abwehr, derzeit nur aus Notlösungen. Und auch Tim Kleindienst, im Herbst noch Torschütze im Ronhof, ist derzeit nicht Einsatzbereit – dafür allerdings die 1,80 Meter lange zweitgrößte Waffe des FC Heidenheim, Marc Schnatterer: Der Mittelfeldspieler führt derzeit mit 20 Scorerpunkten – 10 Treffern und 10 Vorlagen – noch vor Simon Terodde die Scorerliste der 2. Liga mit komfortablen Vorsprung an, und ist gewissermaßen die Lebensversicherung des FC Heidenheim. Und genau hier muss unsere Elf am Sonntag ansetzen: Ist Marc Schnatterer aus dem Spiel, läuft auch beim FCH nicht viel: Zuletzt beim Heimspiel gegen unsere speziellen Freunde vom FC Nürnberg gelang dem FC Heidenheim ein Tor, das weder Elfmeter war noch ohne Beteiligung von Marc Schnatterer von Statten lief. Da Schnatterer normalerweise von Links kommt ist es Khaled Narey, der viel seiner Zeit für die Behandlung von Schnatterer opfern sollte – aber auch die Kollegen Hofmann, Pinter sowie die Verteidigung sollte tunlichst sehen, hier nicht das seit einigen Wochen gewohnte Auswärtsgesicht zu präsentieren, bei dem man gerne mal den ein oder anderen Spieler durch die Reihen laufen lässt, wie z.B. beim SV Sandhausen, kurz vor dem 0:1.

Hoffen wir’s!

Allgemein ist es beachtlich, wie viel schwerer sich das Kleeblatt derzeit auswärts tut: Getreu dem Motto aus den 70er Jahren (so zumindest in einem guten Fußballbuch zu lesen, das ich gerade lese): „Die Heimspiele gewinnen wir, und auswärts versuchen wir einen Punkt mitzunehmen“ gelingt es dem Kleeblatt derzeit nicht so richtig, auch Auswärts das eigene Spiel aufzuziehen und den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Lediglich in den Minuten vor der Verletzung von Robert Zulj in Sandhausensahen wir diese Rückrunde eine Auswärtsleistung, die im Ansatz die Leistung brachte wie die Heimspiele gegen Nürnberg, Hannover, Stuttgart. Und nun steht man wieder vor einem Auswärtsspiel der Art Sandhausen und Würzburg: Auch der FCH kommt neben Schnatterer vor allem über lange Bälle, schnelle Konter und eine gute Zweikampfstärke – manch Zunge wirft den Schwaben sogar Kick-and-Rush vor. Die Frage die sich nun stellt, ist also:

Wie können wir bei einem erneut ekligen Gegner eine Wiederholung der Spiele von Würzburg und Sandhausen (0:1 hinten liegen, kaum offensiven Zugriff) vermeiden? Meine Lösung wäre folgende: Man lässt den Gegnern nicht die Zeit, ihr Spiel einzurichten. Das hat bereits gegen den VfB Stuttgart geklappt, wo von der ersten Sekunde an das Kleeblatt gezeigt hat, dass es mit Ambitionen in das Spiel geht und nicht bereit ist, sich einfach das Spiel des VfB aufzwängen zu lassen. Auch in Sandhausen – ich habe es erwähnt – gelang das in den ersten Minuten des Spiels, man denkt dabei natürlich sofort an den Pfostenschuss von Sercan Sararer oder die Chance von Berisha. Insgesamt lassen sich diese zwei Spiele meiner Meinung nach gut vergleichen – beide Gegner sind zum Zeitpunkt des Spiels einen Platz hinter uns, haben die letzten 5 Spiele nicht gewinnen können und sind nicht für aktiven und schönen Fußball bekannt (einiges davon trifft auch auf den FWK zu vor unserem Spiel).

Vorfreude auf das Spiel: Vorhanden!

Von daher hoffe ich inständig darauf, dass unsere Mannschaft sich den Schwung aus Stuttgart bewahrt hat, und sich Janos Radoki ebenfalls noch dran erinnert, wie gut man ins Spiel in Sandhausen gekommen ist. Denn wenn man das Spiel in Heidenheim ähnlich angeht, dann sehe ich durchaus die Möglichkeit dazu, einen Sieg aus Schwaben mit nach Franken zu bringen! Die Frage dabei, welche elf Spieler diesen besorgen sollen ist dabei erneut nur teilweise existent: Im Mittelfeld sind wohl van den Bergh, Hofmann, Pinter, Zulj und Narey erneut gesetzt, im Tor wird zu 99% Balasz Megyeri (der übrigens heute Geburtstag hat!) stehen, und in der Abwehr sind Marcel Franke und Niko Gießelmann gesetzt. Okay, eigentlich auch Caligiuri – der ist aber bekanntermaßen verletzt. Die Frage die sich stellt wird also folgende sein: Wer ersetzt den Kapitän? Ich tendiere da zu Nicolai Rapp: Dieser hat immerhin im Spiel gegen den SV Sandhausen eines der besseren Spiele in seiner Zeit in Fürth gemacht, und gefällt mir allgemein unter Radoki um einiges besser als zuvor. Lukas Gugganig, der nicht ein mal in der U23 spielt, wird dagegen wohl kaum die Spielpraxis haben, um direkt in der Startformation ein Spiel zu bestreiten. Die andere Frage stellt sich im Sturm: Sercan Sararer ist wieder fit und drängt ins Team. Auf der anderen Seite haben sich die Stürmer Dursun und Berisha gegen Stuttgart durch aufopferungsvollen, unermüdlichen Kampf verdient gemacht, und eigentlich kaum Argumente geliefert, sie nicht erneut zu berücksichtigen. Andererseits bringt ein Sercan Sararer eine Spritzigkeit mit, die man von Veton Berisha noch deutlich vermisst – daher tendiere ich tatsächlich zu einem Einsatz von Sercan Sararer. Taktisch denke ich kaum, dass Radoki die Formation von der Dreierkette weg bewegen wird, immerhin hat uns diese große Stabilität gebracht.


Bitte Wiederholen: Feier mit dem Team in Heidenheim! SpVgg-Fuerth.com

Insgesamt gehe ich vorsichtig optimistisch in die Partie. Denn bei all dem darf man eben auch nicht vergessen, dass der FC Heidenheim auf Platz 7 in der Tabelle steht, und sicherlich ein äußerst unbequemer Gegner wird. Eine Niederlage denke ich wird es dennoch nicht: Denn wenngleich Heidenheim bisher drei Spiele gegen uns gewinnen konnte, beide Spiele in einer Saison haben wir gegen den FCH noch nie verloren! Gegen den ersten Auswärtssieg 2017 spricht jedoch die gute Abwehr der Heidenheimer – in dem Sinne, bis zur nächsten Woche, wenn ich dann aller Voraussicht nach das obligatorische 1:1 hier kommentieren werde!

Euer Danny

Mein Tipp: Heidenheim 1:1 Kleeblatt. Aus Gründen.

Matchstatistiken

Bilanz: 5 Spiele, 1 Sieg,  1 Remis, 3 Niederlagen, Torverhältnis 2:8

Letztes Pflichtspiel: 15.10.2016: Kleeblatt 0:2 Heidenheim (2. Bundesliga)

Form: SpVgg: SUSUS, Heidenheim: NUUUN

Meine Wunschaufstellung: Megyeri – Gießelmann, Rapp, Franke – Van den Bergh, Pinter, Hofmann, Zulj, Narey – Sararer, Dursun

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